Gutshof Wedigenstein

Gut Wedigenstein ist ein ehemaliges Herrenhaus in der Stadt Porta Westfalica im Kreis Minden-Lübbecke.

Fotos von 2012

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Daten

Adresse: Freiherr-vom-Stein-Straße 5, 32457 Porta Westfalica
Nutzung: Privat

Geschichte

Das Datum der erstmaligen Errichtung des Gutes ist unbekannt. In einer Urkunde des Grafen von Oldenburg aus dem Jahre 1282 wird ein Franco von Dehem (Dehme) als Kastellan auf der Burg Wedigenstein erwähnt. Die Herren von Dehme waren mit einem Teil der Burg belehnt. Am 25. Mai 1379 verheerten schwere Gewitter das Land nördlich und südlich des Wiehengebirges. Durchziehende Minoriten-Ordensbrüder wurden von diesem Unwetter überrascht und erneuerten aus Dankbarkeit für das Überleben eine dem Verfall nahestehende Kapelle auf dem Gelände des Gutes Wedigenstein. Beurkundet ist, dass im Jahre 1652 das Holzgericht auf dem Wedigenstein tagte. Zu dem Gericht mussten alle Markgenossen erscheinen. Bis 1818 war Gut Wedigenstein Eigentum des Mindener Domkapitels.

Am 1. Juli 1817 übernahm der "Ökonom" Heinrich Ludwig Schumacher (1779-1856) das Gut vom preußischen Fiskus in Erbpacht. Er ließ zur Erinnerung an den "Sachsenherzog" Wittekind einen "Wittekind-Denkstein" auf Gut Wedigenstein nicht weit vom heutigen Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica aufstellen, der am 18. Oktober 1829 eingeweiht wurde und das erste Wittekindsdenkmal Deutschlands ist. Er beteiligte sich auch an der Finanzierung des Vermessungs- und Aussichtsturms "Wittekindstein". Heinrich Ludwig Schumachers Sohn Carl Wittekind Schumacher (1818-1870) erwarb das schuldenfreie Gut 1852 von seinem Vater für 60.000 Reichstaler. Vater und Sohn unterstützten die notleidende Unterschicht, insbesondere Schulkinder, durch Stiftungen und Schenkungen.
Quelle: Wikipedia