Gut Böckel

Gut Böckel ist ein Wasserschloss und Herrensitz im Rödinghauser Ortsteil Bieren im Kreis Herford, Nordrhein-Westfalen.

Fotos von 2012

Links

Daten

Adresse: Rilkestraße 18, 32289 Rödinghausen-Bieren
Nutzung: Privat, Vermietung, Kunst & Kultur, Veranstaltungen

Geschichte

Die Wasserburg wurde im Jahr 1350 erstmals erwähnt. Sie war anfänglich im Besitz des Ritters Alhard, genannt Rape von dem Bussche. Die erste Burg stand nordöstlich der heutigen Anlage. Dieses Altenböckel war wohl um die Mitte des 15. Jahrhunderts an die Familie von Hake gekommen, die ihren Stammsitz auf der Burg Scheventorf bei Bad Iburg hatte. Das Rittergut Böckel war damals geteilt. Die von Hake besaßen den Teil, der, wie die Bauerschaft Bieren, nach Rödinghausen eingepfarrt war. Dieses Altenböckel wurde nach denen von Hake später auch Hakenböckel genannt. Von den Gutsgebäuden ist heute nichts mehr vorhanden. Der andere Teil, der überwiegend zum Kirchspiel Bünde gehörte, war im Besitz der Familie von Quernheim (siehe Neufeld und Griese). Diese hatten ihren Teil vor 1495 von der Familie von dem Bussche-Gesmold erworben. Durch Erbgang kam dieser Teil des Gutes um 1540 an die Familie von Voss. Nach ihnen hieß das Gut für etwa 200 Jahre Gut Vossböckel. Im Jahre 1689 erwarben die von Voss Hakenböckel (Altenböckel) und fügten die Güter somit wieder zusammen. Die heutige Barockanlage mit zwei charakteristischen Ecktürmen stammt aus dem Jahr 1682. 1763 gelangte das Gut durch Heirat der erbenden Tochter der von Voss an Wilhelm Rudolf von Buttlar. 1771 verkaufte er das Gut an Ernst ldel von Vincke, die auch das Haus Kilver besaßen. 1820 wurde das Gut an den bisherigen Pächter Friedrich Gottlieb Köhne verkauft. 1842 wurde das Gut an Gustav Delius verkauft. Bereits 1874 wurde das Gut von Leopold Koenig für seinen Sohn Carl Koenig gekauft. Bereits auf Gut Böckel wurde dessen Tochter Hertha Koenig geboren. Hertha Koenig war Lyrikerin, Kunstsammlerin und Mäzenin. 1927 übernahm diese die Verwaltung des Gut und des benachbarten Gut Waghorst. Zusammen waren die Gutsländereien der größte Grundbesitz im Landkreis Herford. Als Hertha Koenig 1976 starb, fiel das Gut an den Norweger und ihren Großneffen H.Jörgensen. Jetziger Eigentümer ist der Unternehmer Ernst Leffers, der das Gut 1991 übernahm.
Quelle: Wikipedia