Schloss Stadthagen

Um 1224 als Wasserburg erbaut, jedoch um 1535 zum Renaissanceschloss erweitert und umgebaut. Seit Beginn des 13. Jahrhunderts war Stadthagen Herrschersitz der Grafen von Holstein-Schaumburg. Graf Adolf IV. vertrieb 1227 in der Schlacht bei Bornhöved die dänischen Ritterheere und gründete viele Städte wie Kiel, Oldenburg/Hst., Plön, Segeberg, Itzhoe und Lütjenburg. Sein Vater, Graf Adolf III. hatte bereits die Hamburger Neustadt gegründet.
Quelle: Infotafel Verkehrsverein Stadthagen

Fotos von 2015

Links

Daten

Adresse: Hinter der Burg, 31655 Stadthagen
Besichtigung: Ja, außen
Nutzung: Finanzamt

Geschichte

Der Neubau des Schlosses ab 1535 wurde vom Baumeister Jörg Unkair geplant und gebaut, der aus Lustnau bei Tübingen stammte und vorher am Zisterzienserkloster Bebenhausen gearbeitet hatte. Er wählte im Bückeberg bei Obernkirchen selbst den Sandstein aus. Das Residenzschloss wurde als eine großzügige quadratische Vierflügelanlage gestaltet, deren Nordwestecke zur Stadt hin offen blieb. Die Zwerchhäuser und Flügelgiebel – Welsche Giebel – ähneln denen der Schelenburg bei Osnabrück, die Unkair zuvor errichtet hatte. Da er aber in Stadthagen, anders als bei der Schelenburg, auf die Burgreste aus dem Mittelalter keine Rücksicht zu nehmen brauchte, wirkt das Schloss nicht nur nach innen, sondern auch nach außen freundlich. Es wurde als reines Wohnschloss ohne Wehraufgaben erbaut.

Nach der Fertigstellung 1539 zog im folgenden Jahr die Schaumburger Landesregierung ein; auch die Steuer- und Finanzbehörde erhielt hier ihren Sitz. Im Jahr 1608 wurde der Regierungs- und Wohnsitz der Schaumburger Grafen nach Bückeburg verlegt. Später diente das Schloss als Witwensitz sowie Wohnsitz des Erbprinzen. 1875 erfolgte eine umfassende Restaurierung. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Schloss 1919 Eigentum des neu gegründeten Freistaates Schaumburg-Lippe, seit dem Jahre 1946 des Landes Niedersachsen.

Quelle: Wikipedia