Welfenschloss

Das Welfenschloss ist ein ehemaliges Schloss in Hannover im Stadtteil Nordstadt, das seit 1879 Sitz der Universität Hannover, heute Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, ist.

Das Schloss ist heute umgeben von einer Parkanlage im landschaftlichen Stil, dem Welfengarten. Dieser hat sein Gesicht im Laufe der Zeit mehrfach gewandelt.

Fotos von 2013

Geschichte
Das Schloss wurde von 1857 bis 1866 nach Plänen des Architekten Christian Heinrich Tramm aus gelb-weißlichem Velpker Sandstein im Raum Danndorf und Velpke bei Helmstedt, einem Stein der härtesten Sandsteine Deutschlands und aus dem Nesselbergsandstein vom nahen Nesselberg erbaut. Zuvor befand sich an dieser Stelle das Schloss Monbrillant, das für den Bau abgebrochen und in Georgsmarienhütte wieder aufgebaut wurde.

Ursprünglich wollte die königliche Familie das Schloss als Residenz beziehen, die Annexion des Königreichs Hannover und die Entthronung der Welfen durch Preußen im Jahr 1866 zerstörten diese Pläne jedoch, sodass das Schloss über ein Jahrzehnt leer stand. Erst 1879 wurde es nach umfassenden Umbauarbeiten, unter Leitung von Georg Huneaus, mit dem Einzug der Königlich Technischen Hochschule, der heutigen Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, wieder einer Nutzung zugeführt.

Bei den Luftangriffen auf Hannover während des Zweiten Weltkriegs wurde die Kapelle an der Ostseite des Welfenschlosses stark beschädigt. Anstelle dieses 1955 dann abgerissenen Gebäudeteils wurde von 1956 bis 1958 ein Anbau errichtet, in dem das Auditorium Maximum und der große Physikhörsaal untergebracht sind.